Die Bundesregierung habe mit der Erhöhung der Renten um 1,1 Prozent ein im Grundsatz richtiges Zeichen gesetzt, erklärt die SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke nach einer intensiven Diskussion im Tübinger SPD-Kreisvorstand. Die Rentnerinnen und Rentner, die in diesem Land Jahrzehnte lang ehrlich und hart gearbeitet haben, müssten nach den verschiedenen Nullrunden der vergangenen Jahre nun auch am Aufschwung beteiligt werden.
„Es ist gut und richtig“, so die 26jährige Kreisvorsitzende, „vor dem Hintergrund eines wieder erstarkten Wirtschaftswachstums, steigender Beschäftigungszahlen und nicht zuletzt im Angesicht ordentlicher Tarifabschlüsse nun auch die älteren Generationen maßvoll besser zu stellen.“ Für unangemessen erachtet die Kreisvorsitzende zudem die häufig verkürzte Debatte um die Generationengerechtigkeit, der ein Verzicht auf Rentenerhöhungen sicherlich nicht gerecht wird.
Statt einer pauschalen Erhöhung der Sätze um 1,1 Prozent wäre aus Sicht der Tübinger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten jedoch insbesondere eine Unterstützung der Bezieher kleinerer Rentenansprüche wünschenswert gewesen. Der Mehrzahl der Rentnerinnen und Rentner gehe es zwar heute so gut wie keiner Rentnergeneration zuvor, die noch immer vorhandene Altersarmut bleibe aber ein gesellschaftlicher Skandal, der die Politik herausfordere. Diesbezüglich hätte man sich noch gezieltere Maßnahmen, speziell hinsichtlich einer besseren Grundsicherung im Alter gewünscht. „Auf diesen Handlungsbedarf werden wir auch weiterhin mit Nachdruck verweisen und politischen Druck auf die Entscheidungsträger ausüben“, so Kliche-Behnke abschließend.