Der Bericht der Stadtplaner an den Gemeinderat brachte es an den Tag: In Tübingen fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid und der SPD-Ortsverein Tübingen sehen die Hauptverantwortung für den Wohnungsmangel in Tübingen bei der CDU/FDP Landesregierung.
Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Esther Peylo erklärte: „Die Landesregierung hat sich völlig aus dem sozialen Mietwohnungsbau verabschiedet. Die Folgen sind jetzt in Tübingen und anderswo zu besichtigen: Es fehlen vor allem bezahlbare Wohnungen für Familien mit Kindern.“ Die Lage werde in der Universitätsstadt Tübingen noch dadurch verschärft, so die lokale SPD-Organisation, dass die Landesregierung es seit Jahren versäumt habe, genügend Wohnraum für Studierende zu schaffen. So konkurrierten nun Studierende und junge Familie auf einem immer knapper werdenden Markt. Die Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid forderte den zuständigen FDP-Wirtschaftsminister Pfister und die Landesregierung auf, beim sozialen Wohnungsbau endlich das Ruder herumzureißen. „Herr Pfister und die Landesregierung lassen es zu, dass ein großer Teil der Bevölkerung von der Wohnraumförderung ausgeschlossen bleibt. Außerdem muss schnellstens mehr preiswerter Wohnraum für Studierende geschaffen werden, nicht zuletzt mit Blick auf den „doppelten“ Abiturjahrgang 2012. Wer jetzt nicht handelt, wird in ein paar Jahren ein viel höhere Rechnung bezahlen müssen.“ Zudem würde, so die Landtagsabgeordnete, das örtliche Handwerk von einer verstärkten Wohnraumförderung profitieren.