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Kein Ausstieg aus dem Ausstieg – Tübinger Kreis-SPD hält am Atomkonsens fest!

Veröffentlicht am 13.07.2008 in Pressemitteilungen

Die Pläne für einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2021 dürften nicht in Frage gestellt werden, fordert der SPD-Kreisvorstand nach einer Sitzung am Mittwoch Abend. „Dies sind wir den Menschen im Land schuldig“, betont der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Gerhard Boehmler. Dabei gehe es in erster Linie um zwei Aspekte, die auch nach Jahrzehnten der Nutzung der Kernenergie noch ungeklärt sind.

Nach wie vor sind die Risiken eines Unfalls im nuklearen Bereich eines Kernkraftwerks zu hoch. Die Folgen solchen Unfalls sind nicht beherrschbar.
Ein nicht minder großes Problem stellt die immer noch nicht geklärte Endlagerung dar. Angesichts der langen Zeit und der Kosten, die bislang darauf verwendet wurden, dafür eine Lösung zu finden, ist es fahrlässig weiter auf die Nuklear-Technologie zu setzen. Es ist verantwortungslos, diese Probleme einfach den nächsten Generationen aufzuerlegen.
Es sind aber nicht nur diese ungelösten Fragen, so Gerhard Boehmler, sondern auch verbraucherrelevante Fragen mit denen die Befürworter der Kernkraft unseriös umgehen. In diesem Zusammenhang sei es wenig mehr als billiger Populismus und bewusste Wählertäuschung, wenn die Union mit einem Wiedereinstieg in die Kernkraft billigere Energiepreise für die Verbraucher verspreche. „Dies bestätigt uns nicht zuletzt der Bundesverband der Verbraucherzentralen“, erklärt Gerhard Boehmler weiter. Nach dessen Berechnungen würden längere Laufzeiten sagenhafte 50 Cent pro Monat und Haushalt einsparen. Der Austausch einer einzigen 60-Watt-Glühbirne durch eine Energiesparlampe würde hingegen eine größere finanzielle Entlastung bedeuten. Längere Laufzeiten kämen vor allem den Gewinnen der vier großen Energieversorger zugute und zementierten deren Vormachtstellung im Strommarkt weiter.

Zudem könne man seit Jahren feststellen, so der Kreisvorstand der Sozialdemokraten, dass die Energiepreise gerade in Baden-Württemberg als dem Land mit dem höchsten Atomstromanteil zuverlässig am höchsten seien. „Wer auf dieser Basis behauptet, Atomkraft bringe den Bürgern bedeutende Einsparungen, entpuppt sich als Atom-Lobbyist, der die Lösung der Probleme, die diese Generation erzeugt, der nächsten Generation zuschieben will.“

„Wir Sozialdemokraten halten am Ziel einer atomkraftfreien Energieversorgung fest“, so Gerhard Boehmler abschließend. Regelmäßige Störfälle auch in deutschen AKW’s sowie der Beinahe-GAU im schwedischen Forsmark hätten gezeigt, dass ein dauerhaftes Festhalten an dieser Technologie unverantwortliche Risiken berge. Demgegenüber liege in einem konsequenten Atomausstieg die einmalige Gelegenheit, die weltweite Spitzenposition in der Erforschung und Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen und die Energie- und Versorgungssicherheit damit dauerhaft sicherzustellen.

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